logo pg Hl. Franziskus im Maintal

„Lieber jetzt noch nicht…“ – Das sagen manchmal Menschen, wenn sie krank sind und ihnen im Gespräch mit einem Priester oder einem Seelsorger vorgeschlagen wird, die Krankensalbung zu empfangen. „Lieber jetzt noch nicht, ich bin ja noch nicht am Sterben.“ Doch genau jetzt, wo jemand krank ist, ist dieses Sakrament gefragt.

Jesus hat selbst Kranke geheilt. Er hat sie in das Zentrum seiner Aufmerksamkeit gestellt, ihnen Trost zugesprochen, ihre Schmerzen gelindert und sogar gänzlich wieder gesund gemacht. Dadurch konnte Jesus zeigen, wie Gott die Menschen liebt und wie er sich um sie sorgt – gerade dann, wenn es ihnen schlecht geht.
Die Krankensalbung nimmt diesen Dienst Jesu an den Kranken auf und führt ihn bis heute fort. Einem kranken Menschen wird durch das Sakrament die Nähe Gottes zugesprochen. Es wird um Heilung gebetet und um leibliche und geistliche Stärkung, die Zeit der Krankheit mit Gott an der Seite zu überstehen. Die Krankensalbung nimmt die besondere Situation des Kranken in den Blick und hat sündenvergebende Kraft.

Empfängt ein Mensch, der bereits am Sterben liegt, die Krankensalbung, spendet sie Trost, sichert die Nähe Gottes zu und stärkt den Sterbenden auf seinem Weg zu Gott. Die Krankensalbung kann jeder empfangen, der ernsthaft körperlich oder psychisch krank ist, und um den Beistand Gottes bittet. Man kann dieses Sakrament – wie die Beichte – auch mehrmals empfangen. Ein Priester spendet die Krankensalbung, indem er den Kranken betend die Hände auflegt und ihn auf der Stirn und
in seinen Handflächen mit eigens dafür vom Bischof geweihtem Krankenöl salbt. Dabei spricht er: „Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen, er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit, er rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.“
Meistens wird die Krankensalbung im Verborgenen gespendet – zu Hause oder im Krankenhaus. Trotzdem ist es ein öffentliches und wichtiges Tun der Kirche.
Nehmen Sie gerne Kontakt zu unseren Seelsorgern auf, wenn Sie oder ein Angehöriger das Sakrament der Krankensalbung empfangen möchten.

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